Die Investitionskosten hängen primär von der Grösse der Anlage ab. Da Fixkosten (wie Gerüst und Planung) bei grossen Gewerbedächern weniger ins Gewicht fallen, sinkt der Preis pro Kilowattpeak (kWp) mit zunehmender Fläche.
Richtwerte für 2026 (Brutto-Investition vor Abzügen):
Kleingewerbe (ca. 10–30 kWp): CHF 1’800.– bis 2’400.– pro kWp.
Mittelstand (ca. 30–100 kWp): CHF 1’400.– bis 1’800.– pro kWp.
Industrie (ab 100 kWp): CHF 1’100.– bis 1’400.– pro kWp.
Welche Förderungen und Abzüge reduzieren den Preis?
In der Schweiz können Sie die effektiven Kosten durch drei Faktoren massiv senken (oft um 30 % bis 45 %):
Einmalvergütung (Pronovo): Der Bund zahlt Ihnen einen einmaligen Investitionsbeitrag. Bei gewerblichen Anlagen (GREIV) deckt dieser oft bis zu 30 % der Anlagekosten.
Steuerabzug: Investitionen in Solaranlagen können in fast allen Kantonen als Liegenschaftsunterhalt zu 100 % vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.
Kantonale Förderungen: Einige Kantone oder Gemeinden bieten zusätzliche Förderprogramme oder Boni (z. B. für Fassadenanlagen).
Mit welchen laufenden Kosten muss ich rechnen?
Solaranlagen sind extrem wartungsarm. Kalkulieren Sie jährlich etwa 1 % der Investitionssumme für:
Wartung und technische Kontrollen.
Versicherungsprämien (Haftpflicht/Sachversicherung).
Gelegentliche Reinigung (je nach Standort und Dachneigung).
Wann hat sich die Anlage amortisiert?
Dank der seit 2026 geltenden Mindestvergütung für eingespeisten Strom und den hohen Strompreisen für Netzbezug amortisieren sich gewerbliche Anlagen in der Schweiz derzeit meist nach 7 bis 11 Jahren. Da die Lebensdauer bei über 25 Jahren liegt, produziert die Anlage danach mindestens 15 Jahre lang nahezu kostenlosen Strom für Ihren Betrieb.